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Geografieprojekt Thüringer Schiefergebirge - eA Kurs Geografie

Projektfahrt des eA-Kurses Geographie 2015
 
Für die traditionelle Projektwoche am Ende des Schuljahres entschieden sich 9 Schüler des eA-Kurses Geographie, das Angebot ihres. Geographielehrers Herrn Schönborn anzunehmen und das westliche Thüringer Schiefergebirge mit dem Fahrrad zu erkunden.
Es wartete eine Woche vielfältiger Aufgaben, neuer Erfahrungen, ungewohnter körperlicher sowie geistiger Anstrengungen auf uns (z.T. ohne Handyempfang)…

    
Sonntag, 5. Juli 2015
Bereits am Sonntagabend trafen wir uns, fünf Jungen und vier Mädchen, in der Ferien- und Freizeitanlage „Im Waldgrund“ bei Truckenthal. Zwischen 18 und 20 Uhr kamen wir alle an und bezogen unsere urigen Bungalows. Nachdem alle Sachen ausgepackt waren, führte uns Herr Schönborn über das Gelände, zeigte uns Frühstücksraum, Badeteich, Volleyballfeld und sanitäre Einrichtungen. Nun galt es nur noch den ersten Abend gemeinsam ausklingen zu lassen und gemütlich beisammen zu sitzen. Am späteren Abend überraschte uns plötzlich ein heftiges Gewitter, wodurch unsere geplante Radtour in Gefahr schien.
                     
Montag, 6. Juli 2015
Am Montag begann der Tag bereits um 8 Uhr mit dem Frühstück, welches sehr ausgewogen und reichlich war. Gut gestärkt starteten wir um 9 Uhr mit unseren Fahrrädern die „5-Quellen-Tour“. Wir fuhren zunächst Richtung Itzquelle und kamen dabei am Südportal des neu gebauten ICE-Tunnels der Neubaustrecke Erfurt-Nürnberg vorbei. Nach einem kurzen Halt und Erklärungen von Herrn Schönborn, ging es weiter in Richtung Stelzen. An der Itzquelle (673m ü. NN) angekommen, hielten Michelle und Judith ihren Vortrag zur Itzquelle. Nachdem die Wasserflaschen aufgefüllt waren, machten wir uns auf den Weg zur Werraquelle (800m ü. NN). Dazu waren von Schirnrod aus fast 250 Höhenmeter zu überwinden. Hier referierten Sebastian und Marvin über die Werra und ihre Besonderheiten. Auf Grund der Hitze und des schweißtreibenden Anstiegs ließen wir das Wasser der Werra in unsere Trinkflaschen fließen und rollten zu „Willis Imbiss“ nach Limbach, wo wir Mittag machten. Mit vollem Bauch fuhren wir zur Schwarzaquelle, wo Johannes und Jakob auf 717m Höhe zeigten, dass es auch zur Schwarza viele interessante Fakten gibt. Unser größtes Hindernis war dann der Sandberg vor Steinheid, da der Wanderweg nicht befahrbar war und alle ihre Fahrräder schieben mussten. Ganz nach dem Motto – „Wer sein Rad liebt, der schiebt.“
Auch aus zeitlichen Gründen fuhren wir die Grümpen- und Röthenquelle an diesem Tag nicht an, sondern fuhren von Steinheid aus zu unserer Unterkunft. Gegen 15 Uhr kamen wir nach 6 Stunden und ca. 40km Weg sowie mehreren hundert Höhenmetern dort erschöpft an. Nach Duschen und Ausruhen fuhren wir um 16.30 Uhr zusammen mit Herrn Schönborn zum Einkaufen nach Schalkau, um für das Abendessen zu sorgen. Ab 18 Uhr liefen dann die Vorbereitungen für das Abendessen auf Hochtouren. In der Selbstversorgerküche wurde geschnitten, geknetet, gewürzt und geformt. Arbeitsteilung war das Stichwort! Nachdem wir die Burger gegrillt, individuell mit Beilagen verziert und schließlich verzehrt hatten, spielten wir zum Ausgleich noch etwas Extrem-Volleyball. Gemeinsam mit Herrn Schönborn war dies eine gelungene und spaßige Abendbeschäftigung, bevor wir alle todmüde in unsere Betten fielen.

                  
 
Dienstag, 7. Juli 2015
Der Dienstag begann wie der Tag zuvor. Um 9.15 Uhr starteten wir uns nach dem Frühstück zur zweiten Tour. Unser erster Halt war die „Zinselhöhle“ in der Nähe von Meschenbach. Hier begrüßte uns Höhlenführer Rolf Babucke. Er informierte uns zunächst über die große Blessberghöhle und im Folgenden auch über die Zinselhöhle. Danach ging es mit Mänteln, Gummistiefeln, Lampen und Helmen in die 175m lange und bis zu 8m hohe Zinselhöhle. Völlig überwältigt von den Eindrücken in der Zinselhöhle „kletterten“ wir mit unseren Drahteseln auf die Hämmerer Ebene zur Röthenquelle. Nach einer kurzen Pause und dem Vortrag von Vivien und Johanna tröpfelten wir uns unsere Trinkflaschen voll und radelten nun hinauf auf den Fellberg (842 m ü. NN) bei Steinach, wo wir in der Fellbergbaude Mittag machen wollten. Leider war die Gaststätte wegen „Reichtum“ geschlossen und wir entschieden uns, einen Umweg von 6km nach Limbach zu „Willis Imbiss“ zu machen. Dort bekamen wir, wie am Tag zuvor wieder ein sehr gutes Mittagessen. Schülerfreundlich folgte eine 7km lange Abfahrt durch den Neumannsgrund nach Theuern, von wo aus wir zurück nach Truckenthal fuhren. Durch diese Tour erhöhte sich unsere gefahrene Wegstrecke um weitere 35km und die gefahrenen Höhenmeter um ca. 500. Nachdem wir uns frisch gemacht hatten, fuhren wieder einige von uns mit Herrn Schönborn zum Einkaufen, während die Anderen badeten oder ihre überstrapazierten Muskeln pflegten. Für die Anstrengungen belohnten wir uns mit bestellten Pizzen. Als auch diese verspeist waren, spielten wir erneut Volleyball. Es entwickelte sich zu einem sehr schönen gemeinsamen Abendritual. Gegen 21 Uhr zog das wohl größte Unwetter des Jahres auf. Mit Hagelkörnern so groß wie Tischtennisbälle jagte das Unwetter vielen von uns einen riesigen Schrecken ein.

                  
 
Mittwoch, 8. Juli 2015
Nach dem Frühstück am Mittwochmorgen lud uns der Leiter der Freizeitanlage, Herr Eifler, ein, ein geplantes Projekt zur Unterbringung kurdischer Flüchtlinge anzusehen. Es ist ein sehr zukunftsorientiertes Projekt, das uns durchaus ansprach und Diskussionen unter uns Schülern anregte. Auf Grund der anstrengenden Touren der vergangenen Tage durften wir zwischen einer dritten Tour und der Arbeit an den Projekten wählen. Drei Jungen entschieden sich für die dritte Tour. Die anderen Schüler blieben im Objekt und entwickelten Entwürfe für ihre Plakate. Für die vier verbliebenen Radfahrer war der erste Halt die Wallanlage auf dem Herrenberg bei Neundorf, von dem wir bis zu den Gleichbergen blicken konnten. Unser Weg führte uns weiter zur Karstgrotte „Fuchsloch“ in Neundorf, zum Fleischbaum bei Sachsenbrunn und schließlich durch den Schlossgarten des Eisfelder Schlosses. An der B89 machten wir an einem kleinen Imbiss Mittag, bevor wir über Heid, Katzberg und Schalkau wieder nach Truckenthal und in die Ferienanlage fuhren.
Für unser letztes Abendbrot hatten wir Bratwürste und Rostbrätel besorgt In dem Moment als das Grillgut verzehrfertig war, radelte unser Schulleiter Herr Wagner an und folgte damit unserer Einladung. Gemeinsam erlebten wir einen sehr schönen letzten Abend mit Auswertungsgesprächen und weiteren sportlichen Aktivitäten.

                                      
 
Donnerstag, 9. Juli 2015
Das letzte Frühstück war noch einmal sehr wohltuend und in großer Runde tauschten wir die Erlebnisse der vergangenen Tage aus. Nachdem die Bungalows aufgeräumt und die Sachen gepackt waren, verabschiedeten wir uns voneinander und fuhren mit Auto, Zug und Fahrrad Richtung Heimat.
 

 

Herr Schönborn bestätigte uns die Erfüllung aller Zielstellungen des Projekts, was sich auch in positiven Bewertungen widerspiegelte.